Presseinformation
 22. März 2019
ZEW-Präsident Achim Wambach zur "Nationalen Industriestrategie 2030"
"Keine europäische Champions
zulasten des Wettbewerbs"

 
Der Präsident des ZEW – Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim, Prof.  Achim Wambach, Ph. D. , setzt sich in einem aktuellen Standpunkt mit der vom Bundeswirtschaftsministerium ausgerufenen „Nationalen Industriestrategie 2030“ auseinander und plädiert dafür, dass europäische Wettbewerbsrecht so weiterzuentwickeln, dass Deutschland und Europa den Missbrauch von Marktmacht bei Internetgiganten und dominanten Plattformunternehmen in den Griff bekommen.
„Der Analyse aus dem Bundeswirtschaftsministerium ist Vieles abzugewinnen. Die dominanten Digitalunternehmen aus den USA beherrschen in ihren Segmenten auch den europäischen Markt und breiten sich weiter aus. Dem ist mit einem wegweisenden Wettbewerbsrecht entgegenzutreten. Hingegen sind die Pläne des Bundeswirtschaftsministers, das europäische Wettbewerbsrecht zu ändern, um dadurch mehr deutsche und europäische Champions zu schaffen, nicht zu Ende gedacht.
 
Wenn durch Fusionen europäische Champions entstehen, ohne dass es zu Wettbewerbsproblemen kommt, so sind solche Zusammenschlüsse auch heute schon möglich. Kommt es hingegen zu Wettbewerbsproblemen, so bedeutet ein Zusammenschluss, dass hier ein marktmächtiges Unternehmen entsteht. Dann aber greift die Missbrauchssaufsicht. Und das zu Recht, zum Wohl von Verbrauchern und zur Stärkung des Wettbewerbs. Insofern ist nicht ganz nachzuvollziehen, warum sich die deutsche Industrie für die Schaffung europäischer Champions so in die Bresche schlägt“, erklärt Achim Wambach.
 
Den vollständigen Standpunkt finden Sie auch im Videoformat:
"Nationale Industriestrategie 2030"
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ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH Mannheim

Das ZEW in Mannheim forscht im Bereich der angewandten und politikorientierten Wirtschaftswissenschaften und stellt der nationalen und internationalen Forschung bedeutende Datensätze zur Verfügung. Das Institut unterstützt durch fundierte Beratung Politik, Unternehmen und Verwaltung auf nationaler und europäischer Ebene bei der Bewältigung wirtschaftspolitischer Herausforderungen. Zentrale Forschungsfrage des ZEW ist, wie Märkte und Institutionen gestaltet sein müssen, um eine nachhaltige und effiziente wirtschaftliche Entwicklung der wissensbasierten europäischen Volkswirtschaften zu ermöglichen. Durch gezielten Wissenstransfer und Weiterbildung begleitet das ZEW wirtschaftliche Veränderungsprozesse. Das ZEW wurde 1991 gegründet. Es ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Derzeit arbeiten am ZEW rund 190 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, von denen rund zwei Drittel wissenschaftlich tätig sind.
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